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 Szenario 3 - Ein schlechter Tag

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Kartas
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BeitragThema: Szenario 3 - Ein schlechter Tag   Do Jun 18, 2009 3:35 am

Es war ein kühler Morgen und der Wind blies kalt durch die Strasse zwischen den Häusern der Stadt Yelets im norden des Imperiums. General Hestan zog seinen Mantel enger, als er auf dem Weg in sein Büro war. Hestan genoss die kalte Luft jeden Tag aufs Neue und bewunderte das Panorama, welches sich ihm mit Blick nach Norden bot: der Himmel war hier immer sehr Farbenprächtig und schimmerte in den verschiedensten Farben, denn vor ihm lag die Wüste des Chaos. General Hestans Aufgabe bestand darin das Imperium vor dem Chaos und seinen Anhänger zu schützen.
Früher einmal, hatte er noch Angst gehabt, sich den finsteren Gestalten auch nur auf dreihundert Fuß zu nähern, wobei er nie daran zweifelte, dass wenn es darauf ankam, er stets einen kühlen kopf bewahren und sich der Gefahr stellen würde.
Heute kann General Hestan mit Stolz auf seine Vergangenheit blicken. Das Imperium nennt ihn "weißer Schatten des Nordens" und er zählt zu einen der besten Generälen, die das Imperium je hervorgebracht hat. Seine Schlachten wurden von ihm und seinen Männern immer mit einer gewissen Präzision geführt, dass manche behaupteten, das Chaos hätte ihn bereits in seiner geistigen Gewalt. Doch dieses Gerücht zerschlug er, als er den mächtigen Dämonenprinzen Shak-zar-lur mit nur drei gezielten Hieben seines geliebten Hammers "Schattenhand" zur Strecke brachte und sich die Armee des grossen Dämons langsam in ihre Dimension dematerialisierte.
Und genau wegen seiner ruhmreichen Vergangenheit ist es General Hestan, der diese Stadt regiert und die Staatstruppen leitet und Ausbildet. Hestan war froh nach all den Jahren des Krieges hier etwas Ruhe zu finden. Denn erfahrungsgemäß tauchten Einheiten des Chaos an diesem Teil nicht sehr häufig auf. Und doch war er heute von einer gewissen Unruhe befallen, die er sich nicht erklären konnte. Der General warf noch einmal einen letzten Blich auf das sich ihm eröffnenden Panoramas und betrat das grosse Haus in dem sich das Büro befand, jedoch nicht ohne das Gefühl, dass der Himmel im Norden anders aussah als sonst, schenkte diesem Gefühl aber keiner weiteren Beachtung mehr. Es gab wichtigeres zu tun. Bürokratisches. Das war der Teil, den er immer gehasst hatte. Den elendigen Papierkram zu erledigen. Aber ein Mann in seiner Position musste in allen Lebenslagen gut da stehen.

Er zog seinen Mantel aus und warf ihn auf einen an der Wand stehenden Stuhl, der wohl für Besucher gedacht war und setzte sich auf seinen großen rot-goldenen "Büro-Stuhl". Von weitem hätte jeder schwören können, dass es sich eher um einen Thron handele, als um einen gewöhnlichen Stuhl. Doch das war eines seiner kleinen geheimen Hobbys. Hestan liebte die Möbelkunst und so war auch sein gesamtes Büro eingerichtet. Sein beliebtestes Zitat: "Ich hasse den Teil des Bürokraten, also will ich wenigstens bequem sitzen."
Zufrieden um seiner schönen Möbelstücke, drehte er eine für ihn liebevolle Runde um den alten Mahagohni-Schreibtisch mit eingelassener Marmorplatte, und ließ sich gerade auf dem roten samtstoff nieder, als eine attraktive junge Frau im himmelblauen Gewand das Zimmer betrat. Sie hatte rehbraunes Haar und tiefblaue Augen. Reizvoll lugte ihr langes Bein heraus und ihr Dekolteé war provokativ weit ausgeschnitten. "Ihr habt Euch heute ganz schön Zeit gelassen Herr General!" sprach sie Hestan mit fast noch kindlicher Stimme an. Dieser aber schaute noch nicht einmal auf und antwortete barsch: "Und Sie sind hier immer noch nicht erwünscht." Nun doch leicht gekränkt erwiederte sie schroff: "Euer Wunsch ist mir Befehl!", und legte ihm ein Pergament vor, als hätte sie seine Antwort bereits gekannt. In dem Schreiben stand folgendes mit roter Schrift geschrieben:

General Hestan - weißer Schatten des Nordens,
aufgrund der zurückhaltenden Aktivitäten des Chaos in Ihrer Region,
erachten wir Ihre personelle Situation als überbewertet an. Sie haben
die Anweisung ihre Elitären Einheiten dem Imperium zur Verfügung zu
stellen. Ihr Posten wird weiterhin von Ihnen besetzt bleiben.

Desweiteren wird Sinarah Himmelsflügel die Befehligung Ihrer abtreten-
den Einheiten an sie übergeben.

Erzlektor
Hans Donnerkeil

Priester des Sigmar und stellvertreter des
Imperators Karl Franz



"Sogar mti dem Siegel des Imperators!" Hestan war erschrocken und konnte seinen Augen nicht trauen. Niemals hatte er sich von der Inquisition so im Stich gelassen gefühlt. Die Frau, die die ganze Zeit das Gesicht des Generals musterte ergriff nun das Wort: "Tja, sieht so aus als dürfte ich gehen und nehme sogar noch was mit!" Mit einem Lächeln verlies sie das Büro und ließ Hestan mit dem Pergament in den Händen alleine in seinem Büro sitzen.

Es dauerte eine Weile, bis er sich wieder gefasst hatte. Er murmelte noch "scheiss Bürokratie" vor sich hin und sprang so heftig auf, dass sein schwerer "Bürostuhl" fast umgekippt wäre. Hestan stürmte mit dem Vorsatz nach draussen, dass er Sinarah Himmelsflügel nicht gehen lassen würde. Doch als er bei den Truppenunterkünften ankam, erschrak er ein weiteres mal und ein Gefühl der Verzweiflung machte sich in ihm breit: alle Ritter, Kanoniere, Bihandkämpfer und Schützenreiter, ja sogar die Zauberer und Wahrsager, welche den nächsten Angriff des Chaos im Auge behielten waren zum Aufbruch bereit und saßen gesattelt und mit kompletter Ausrüstung zum Aufbruch bereit. In einer langen Kolonne standen sie, wartend auf den Marschbefehl Sinarahs.
"Was zum....", begann Hestan im flüsterton an sich selbst gerichtet, "was geht hier...". Doch dann begriff er. Schlagartig rannte er an die Spitze der Kolonne und suchte Sinarah. Sie stand vor ihrem Hengst "Sternenwind" und kontrollierte nochmals ihr Gepäck. Laut herrschte Hestan sie an: "Sinarah Himmelsflügel, wie lange habt ihr dieses Schreiben schon?" "Och... Ein paar Wochen vielleicht", antwortete sie mit einem achselzucken und einem Lächeln, dass sie sich nicht verkneifen konnte. "Ein paar Wochen??? Das heisst, ihr habt das hier alles schon weit im Voraus geplant!?" "Na na na", sie hob den Zeigefinger, als wenn sie seine Mutter wäre und fügte im tadelndem Ton hinzu: "Sie wollten ja nicht mit mir zusammen arbeiten, das haben Sie jetzt davon." "Ich mache keine Geschäfte mit Magiern. Ausserdem war Ihr Vorschlag, die Chaoswüste zu stürmen und sie mit einem Regen von Meteoren zu bedecken, kindisch, sinnlos, wahnsinnig und hätte definitiv zum Tode geführt! Wenn so einfach wäre das Chaos los zu werden, meint ihr nicht, das hätte dann schon jemand erledigt?" "Da haben wirs, ein Sturrkopf durch und durch." Sie schüttelte den Kopf und schwang sich auf ihr Pferd. "Dann machen sie es mal gut, Hestan "weisser Schatten des Imperiums"." Die letzten Worte klangen spöttisch und waren wohl auch so gemeint. Sie gab das Zeichen zum Aufbruch und die Kolonne setzte sich in Bewegung. Und zum ersten mal in seinem Leben, fühlte sich General Hestan bewusst Hilflos.

Es dämmerte bereits und der Wind blies nun aus südlicher Richtung. Hestan saß wieder in seinem Büro und starrte an die Decke. Den ganzen Tag hatte er sich wieder und wieder die Szenerie des morgens vor Augen gehalten und fragte sich, was wohl noch alles passieren würde. Er könnte dem Chaos kaum etwas zur wehr setzen. Alle seine elitären Einheiten... einfach weg.... mit nur einem stück Papier mit Farbe und etwas Wachs.... "In was für Zeiten lebe ich eigentlich!" Doch seine Frage blieb unbeantwortet, stattdessen sprang die grosse Flügeltür weit auf und ein junger Mann in Lederrüstung stürmte ins Büro: "Die Barbaren kommen!", sagte er vollkommen ausser Atem, "es sind viele!" General Hestan reagierte instinkiv und gab exakte Anweisungen: "Mobilisiere die Männer! Gib Rohal und seinen Schützen bescheid und wecke die Nachtwache! Wir brauchen jetzt jeden Mann! Schnell!" Der junge Mann machte auf dem Absatz kehrt und rannte hinaus um seine Befehle weiter zu geben und sich den Männern anzuschliessen, die nun aufs Schlachtfeld müssen.
Die Nachricht ging von Mann zu Mann und innerhalb von Sekunden war ganz Yelet in Aufruhr. Jeder bereitete sich auf seine Weise auf den Angriff vor: Männer griffen zu den Waffen, Frauen und Kinder suchten Schutz in den Häusern und Kellern der Stadt. Das Vieh wurde Notgeschlachtet und Vorräte in sichheit gebracht. Der Überlebensinstinkt griff nun auf alle Bewohner über.
General Hestan jedoch schritt langsam zu seinem Waffenschrank und holte seinen berühmten Hammer "Schattenhand" heraus. Er wog gut in seiner Hand. Mit einem sentimentalen Blick drehte und wendete er seinen Hammer in der Hand. Die aufgebrachte und laut schreiende Menschenmenge die auf der Straße tobte hörte er gar nicht. Für ihn gab es nur diesen einen Moment. "Nun also endet es...", sprach er leise vor sich hin. Dann wurde sein Blick fest und ernst. Seine Finger gruben sich fest in den Griff und Hestan war nun entschlossen dem Chaos einen harten Schlag zu versetzen. Er hielt sich seine Waffe noch einmal vor sein Gesicht und sprach jetzt entschlossen zu seinem Hammer gewand: "Es ist Zeit, Schattenhand. Wir waren schon zu lange nicht mehr zusammen auf dem Schlachtfeld!"

Die Worte blieben ungehört im Raum zurück, als er sein Büro verließ um seine Truppen in die Schlacht zu führen!



Zum Szenario:


Es wird eine offene Feldschlacht mit 8 Spielzügen gespielt. Die Stadt Yelet wird in der Aufstellungszone des Imperiums mit 6 Häusern dargestellt. Die Barbaren stellen zuerst auf. Dank seiner Erfahrung, trainierter Soldaten und Führung, fängt die Seite des Imperiums immer an, die Hestan in der Armee enthält, sofern dieser der General der Armee ist.


Sonderregeln Barbaren

- 2000 Punkte
- darf keinen Kommandanten enthalten
- max 2 Charaktermodelle - dürfen kein spezielles Mal des Chaos erhalten
- darf nur aus Barbaren, Barbarenreitern, Chaoshunden und Trollen bestehen


Sonderregeln Imperium

- 1500 Punkte
- Nur einsatz von Kerntruppen möglich
- Keine kavallerie, ausser du wertest die Speerträger und Bogenschützen für je +9 Punkte pro Modell zu Reitern auf. Beachte, dass reitende Bogenschützen die Sonderregel "leichte Kavallerie" erhalten.
- darf keine weiteren Charaktermodelle beinhalten (nur Hestan und Rohal)
- Bei dieser Schlacht, darfst du die Punktkosten für Hestan ignorieren. (Beachte, dass die Punkte für zusätzliche Ausrüstung trotzdem zu der Punktzahl der Armee hinzu zählt!)
- beide Charaktermodelle dürfen wie unten aufgeführt ausgerüstet werden.


General Hestan - Weisser Schatten des Imperiums --> 190 Punkte

Hestan ist ein Grossmeister der Ordensritter zu Fuß! Er ist somit ein Kommandant und wird allen Regeln entsprechend auch so behandelt. Du darfst ihm noch magische Gegenstände im Wert von 30 Punkten geben.

Ausrüstung: Plattenharnisch, Hammer "Schattenhand", Schild

Sonderregeln:

Taktiker
Als Meister vieler Schlachten, hat General Hestan viel Erfahrung sammeln können. Er kennt seine Gegner und ahnt dessen Vorbereitungen und strategien schon im Voraus. Aus diesem Grund fängt die Armee, welche Hestan als General der Armee, enthält immer an und hat somit immer den ersten Spielzug.

Meister der Schlacht
Auch Hestan hat die Sonderregel Meister der Schlacht, jedoch funktioniert diese bei allen Einheiten, die er sich anschliesst!

Hammer "Schattenhand"
Diese als leicht zu führende Waffe, zerschlägt die Knochen der Feinde mit einer magischen Wucht und Schnelligkeit. General Hestan hat seine Kriegskunst mit dieser Waffe noch verfeinert und erhält dadurch +1 S, +1 A und + 1 auf alle seine Trefferwürfe. Diese mächtige Waffe ist magischen Runen versehen und ist speziell auf die Vernichtung von Dämonen vorgesehen. Auf diese Weise verzaubert ignoriert diese Waffe den Rettungswurf von Dämonen und es werden Gegnern mit der Sonderregel "Dämonisch" 2LP anstatt einem pro erfolgreicher verwundung zugefügt.


Rohal --> 65 Punkte

Rohal ist ein Held des Imperiums und kann wie im Armeebuch beschrieben eingesetzt werden.

Jedoch ist Rohal ein unterstützer der Schwachen und kann auch in Abteilungen und Schützen eingesetzt werden. Rohal passt sich seinen Mitmenschen an und führt in dem Falle immer die passende Waffe mit sich. Im Nahkampf allerding kämpft Rohal immer mit 2 Schwertern (Handwaffen), die er stets bei sich trägt.
Sollte er sich entschliessen eine Einheit anzuführen, darf er diese bis zum Ende der Schlacht nicht mehr verlassen.
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